Projekte

Ziel:
Die Freunde und Förderer des Handballs in Württemberg möchten die Mitarbeit von Frauen im Leistungssport fördern. Da Frauen zumeist nicht in Vereinen tätig sind, in denen die A-Lizenzausbildung komplett vom Verein getragen wird, möchten sich die Freunde und Förderer des Handballs in Württemberg dafür einsetzen die Ausbildungskosten für den Teilnehmer zu minimieren.

Zielgruppe:
Frauen, die sich für die Ausbildung zur A-Lizenz des Deutschen Handballbundes bewerben möchten und für einen Verein im Handballverband Württemberg e.V. tätig sind. Die Bewerberin darf nicht im Angestelltenverhältnis des Handballverbandes Württemberg e.V. stehen.

Zeitlicher Ablauf:

Bewerbungen werden ab 1. Dezember - 1. Februar des Folgejahres per E-Mai an foerderverein@hvw-online.org entgegengenommen. Die Bewerbung muss ein Anschreiben sowie einen sportlichen Lebenslauf enthalten.
Eine Entscheidung durch den Vorstand der Freunde und Förderer fällt bis 15. Februar eines Ausbildungsjahres. 
Der Vorstand behält sich vor die Förderung auch auszusetzen, sollte die Bewerberlage nicht entsprechend sein.

Sollte eine Bewerberinnen die Zusage für diese Förderung erhalten, dann aber eine Absage in der A-Lizenz-Ausbildung seitens des DHBs erhalten können weitere Bewerberinnen, die einen Ausbildungsplatz erhalten haben nachrücken.

Die Fördersumme in Höhe von 2.500 € wird der Bewerberin auf Nachweis (Belege des DHBs) durch den HVW erstattet.

Kriterien: Die Trainerin, die eine Förderung erhält verpflichtet sich nach erfolgter Ausbildung für mindestens zwei Jahre eine Trainerposition im Handballverband Württemberg e.V. und seinen Bezirken zu übernehmen. Sollte sie vorher aus dieser Trainerposition ausscheiden muss die Förderung anteilig wieder zurück erstattet werden. Die Auswahl der Trainerposition erfolgt in Absprache mit dem Landestrainer des Handballverbandes Württemberg e.V.

A-Lizenz-Ausbildung von Veronika Goldammer wird finanziell unterstützt

Seit nunmehr 16 Jahren besteht der Verein der Freunde und Förderer des Handballs in Württemberg (FuF). In dieser Zeit sammelten die rund 200 Mitglieder – darunter unter anderem Weltmeister Markus Baur, der ehemalige Frauen-Bundestrainer Ekke Hofmann oder der frühere Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB), Bernhard Bauer – über 170.000 Euro, mit denen schwerpunktmäßig junge Spielerinnen und Spieler unterstützt werden konnten, beispielsweise durch die Finanzierung von Nachführunterricht oder von Trainingslagern. Die „Freunde“ unter Vorsitz von Bernhard Bauer, ehemals Präsident des Handballverbandes Württemberg (HVW) und heute dessen Ehrenpräsident, stehen immer dann bereit, wenn es gilt, für die Entwicklung des Handballs zu helfen.

So auch jetzt: „Wir unterstützen die Weiterbildung einer herausragenden Trainerin und finanzieren Veronika Goldammer die Hälfte der Gebühren für die Erlangung der Trainer-A-Lizenz, leistet sie doch schon viele Jahre lang außerordentlich gute Arbeit beim TV Nellingen im Jugend- und Frauenbereich und auch als Stützpunkttrainerin des Deutschen Handballbundes“, erklärt Bernhard Bauer. Die Ausbildung beim DHB zum A-Lizenz-Trainer kostet rund 5.000 Euro und dauert zwei Jahre. Der FuF möchte neben der Unterstützung des Nachwuchses ganz besonders auch die Mitarbeit von Frauen im Leistungssport fördern. „Da Frauen zumeist nicht in Vereinen tätig sind, in denen die A-Lizenzausbildung komplett vom Verein getragen wird, setzen wir uns dafür ein, die Ausbildungskosten für Lehrgangsteilnehmerinnen zu minimieren“, unterstreicht Bernhard Bauer, „diese Möglichkeit steht allen Frauen offen, die sich bewerben möchten und für einen Verein im HVW im Einsatz sind.“ Erhält eine Trainerin eine Förderung, verpflichtet sie sich, nach erfolgter Ausbildung für mindestens zwei Jahre eine Trainerposition im Handballverband Württemberg oder seinen Bezirken zu übernehmen. Sollte sie vorher aus dieser Trainerposition ausscheiden, muss die Förderung anteilig zurückerstattet werden. Bewerbungen werden von Dezember bis Februar entgegengenommen.

Veronika Goldammer (TV Nellingen) konnte in den letzten 20 Jahren – vorwiegend als Jugendtrainerin – unzählige Erfolge feiern und möchte jetzt die höchste Stufe der Trainerausbildung erklimmen. Nach ihrer Karriere als Spielerin kümmert sich die 44-jährige gebürtige Bayerin schon seit 1998 als Jugendtrainerin um den Nachwuchs. Während ihrer Zeit als Jugendtrainerin bei den Nellinger Hornets gewann sie unter anderem die Deutsche Vize-Meisterschaft mit der B-Jugend (2011) und die „Süddeutsche“ mit der A-Jugend (2010). Gleichzeitig übernahm die B-Lizenz-Inhaberin die zweite Frauenmannschaft des TVN, mit der sie bis in die Dritte Bundesliga aufstieg (2012). Seit 2018 ist sie DHB-Stützpunkttrainerin in Nellingen. Ab der kommenden Saison fungiert Veronika Goldammer zudem als Cheftrainerin der Nellinger Frauen nach deren Rückzug aus der Ersten in die Dritte Bundesliga.

Der Jugendförderpreis der Freunde und Förderer wird jedes Jahr unter einem bestimmten Motto ausgeschrieben. Ausgezeichnet werden Vereine, die sich in vorbildlicher Art und Weise einem Thema in der Jugend widmen.

Im Jahr 2007 wurde beispielsweise der ASV Horb ausgezeichnet, der es geschaftt hat, nach dem die Handballabteilung 2004 abgemeldet wurde, das Handballfieber nach der WM 2007 zu nutzen und einen Neuanfang zu wagen. Mit Beginn der Hallenrunde 2007/2008 konnte der Verein zwei Jugendmannschaften zum Spielbetrieb melden.

Im Jahr 2016 wurde u.a. die HSG Friedrichshafen-Fischbach mit dem Jugendförderpreis ausgezeichnet.

"In der Zeit zwischen DHB-Sichtung und dem Länderpokal haben die Trainingsumfänge extrem zugenommen. Ich habe sowohl im Jahrgang 1990, als auch in meinem Jahrgang 1991 trainiert. Auch in meinem Verein TV Neuhausen wurden die Trainingseinheiten intensiviert.

Zwangsläufig haben die schulischen Leistungen irgendwann darunter gelitten. Im Hinblick auf meinen anstehenden Realschulabschluss war Nachhilfe unabdingbar. Der HVW konnte mit Hilfe der finanziellen Unterstützung des FuF einen großen Teil der Nachhilfekosten übernehmen, so dass für meine Eltern keine großen Beträge angefallen sind. Den Realschulabschluss habe ich dann auch hinbekommen und danach eine Ausbildung zum Physiotherapeuten begonnen."

Marcel Schiller, FA Göppingen

Die Auswahlmannschaften des HVW fahren jedes Jahr in den Herbstferien ins Trainingslager, um sich auf den Deutschen Länderpokal vorzubereiten. Diese Maßnahme ist nahezu einzigartig in Deutschland und könnte ohne die Hilfe des Vereins der Freunde und Förderer des Handballs in Württemberg nicht stattfinden. Das Ergebnis konnte man beispielsweise 2013 sehen: Beide Auswahlteams aus Württemberg konnten den Deutschen Länderpokal gewinnen und waren somit Deutscher Meister.  

Im Jahr des Frauen- und Mädchenhandballs wurde erstmals ein Grundschulaktionstag in Baden-Württemberg durchgeführt. Über 14.000 Mädchen haben am 9. Oktober 2009 das AOK-Spielabzeichen abgelegt. Ab dem Jahr 2010 wurde der Grundschulaktionstag dann für alle Zweitklässler ausgeschrieben und entwickelte sich zum absoluten Erfolgsmodell. Mittlerweile nehmen Jahr für Jahr 30.000 Kinder an dieser Aktion teil. Die Freunde und Förderer unterstützen auch diese Aktion in erheblichem Maße. So bekam beispielsweise jede teilnehmede Schule kostenlos einen Ball der Firma Kempa.

"Ohne die finanzielle Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer des Handballs in Württemberg hätte ich nie aufs Internat nach Stuttgart wechseln können, und somit auch nie zu einem leistungsstarken Verein, da es bei mir zuhause keinen Verein gab. Mittlerweile spiele ich in der 2. Bundesliga, das hätte ich ohne den Internatsplatz nie geschafft."

Hendrik Schoeneck, SG BBM Bietigheim

Nachwuchsnationalspieler haben in Württemberg die Möglichkeit an ausgewählten „Partnerschulen des Handballs“ bereits am Vormittag an Trainingseinheiten teilzunehmen. Der Unterricht, der durch die Teilnahme am Training verpasst wird, wird am Nachmittag durch Nachhilfe-Kräfte den Athletinnen und Athleten vermittelt. Die Kosten hierfür trägt zum Teil der Verein der Freunde und Förderer des Handballs in Württemberg.