Geldpreise in Höhe von insgesamt 9.000 Euro und attraktive Sachpreise, die es nicht im Laden zu kaufen gibt, sind beim neu geschaffenen „Vereinspreis“ ausgelobt. Damit will der Verein der Freunde und Förderer des Handballs in Württemberg e.V. (FuF) – in Kooperation mit den Bundesligisten der Männer und Frauen aus dem Verbandsgebiet des Handballverbandes Württemberg (HVW) – in drei Kategorien Handballvereine für kreative und ausgefallene Initiativen auszeichnen, mit denen sie versucht haben, Corona zu trotzen.

Kategorie 1: („Soziales Engagement“) zählen zum Beispiel Projekte, die sich mit den Mitgliedern der Risikogruppen beschäftigt haben. Oder Vereinsinitiativen, die für ältere Personen einkaufen gegangen sind beziehungsweise Botendienste übernommen haben.

Kategorie 2: („Kinder und Jugendliche“) handelt von Projekten, die dafür gesorgt haben, dass Kinder und Jugendliche in der Corona-Zeit Freude hatten. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um zusätzliche Trainingseinheiten, Aufrufe zu Bastelarbeiten oder andere Angebote gehandelt hat, die den Kindern und Jugendlichen über die trainingsfreie Zeit hinweg geholfen haben – also Projekte, die halfen, Mitglieder zu halten oder sogar neu zu gewinnen.

In Kategorie 3: („Kreative Ideen“) werden Vereine belohnt, die sich in der „Corona-Zeit“ auf neue Wege begeben haben, sei es durch die Nutzung von neuen Medien, das Auftun neuer Geldquellen oder, oder, oder. Der Kreativität waren und sind keine Grenzen gesetzt.

Außer den Geldpreisen, gespendet von den Freunden und Förderern des Handballs in Württemberg (1. Platz 1.500 Euro, 2. Platz 1.000 Euro, 3. Platz 500 Euro, jeweils pro Kategorie), stellen die Bundesligisten des Verbandsgebietes zahlreiche weitere Sachpreise zur Verfügung, zum Beispiel Trainingsteilnahmen, Besuche bei Bundesligaspielen oder Ähnliches. Einsendeschluss für die Teilnahme am „Vereinspreis“ ist der 31. Dezember 2020, die Projekte sollten formlos unter Angabe der Kategorie per E-Mail an foerderverein@hvw-online.org geschickt werden (maximal eine DIN-A4-Seite). Es entscheidet eine unabhängige Jury, bestehend aus FuF-Vorstandsmitgliedern und Vertretern der Bundesligisten. Die Preisverleihung ist im ersten Quartal 2021 geplant.

Alle Einsendungen im Überblick finden Sie hier.

Pressebericht zu Preisverleihung am 07. April 2021

31 Vereine beteiligten sich: Preisverleihung an die Sieger in drei Kategorien

Zahlreiche pfiffige Ideen und viele kreative Aktionen hatte die Jury beim Vereinspreis 2020 zu bewerten, den der Verein der Freunde und Förderer des Handballs in Württemberg e.V. (FuF) im vergangenen Jahr ausgeschrieben hatte, als der Corona-Lockdown normales Training und Zusammenkommen von Kindern, Jugendlichen und Mannschaften unmöglich machte. Jetzt ehrten die Initiatoren Preisträger und Teilnehmer im Rahmen einer Video-Konferenz und schütteten in drei Kategorien für die jeweils drei Erstplatzierten insgesamt 9.000 Euro Preisgeld aus. Anstelle eines Sonderpreises bedachte die Jury auch die Beiträge der übrigen 22 Einsender als Anerkennung fürs Mitmachen mit einer Spende von jeweils 100 Euro.

Bernhard Bauer (Leonberg), FuF-Vorsitzender, ehemaliger Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB) und des HVW sowie heutiger HVW-Ehrenpräsident, erinnerte daran, dass die Preisverleihung ursprünglich als Präsenzveranstaltung geplant war. „Doch jetzt wollten wir nicht länger warten und die tollen Ideen der Vereine honorieren.“ Die Jury, bestehend aus dem FuF-Vorstand, habe es bei der Bewertung der Beiträge nicht leicht gehabt, „vielen Dank an die Vereine, die Herausragendes geleistet und sich viel Arbeit und Mühe gemacht haben“.

Zweifellos hat Corona zu massiven Einschnitten in das Vereinsleben geführt, deren Ausmaß bisher nicht vorstellbar war. Die Aussetzung des Spiel- und Trainingsbetriebs, der Saisonabbruch, die Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs stellten und stellen alle Vereine vor große Herausforderungen. Jeder Club geht anders damit um, und eines hat sich dabei gezeigt: Auch in schwierigen Phasen gibt es gewitzte und clevere Handballvereine, die tolle Aktionen kreiert und umgesetzt haben.

Auch Hans Artschwager (Hildrizhausen), der Präsident des HVW, zollte den Teilnehmern Respekt: „Es ist aller Ehren wert, was von Euch geleistet wurde und wie Ihr den Handball repräsentiert habt.“ Er bedauerte, dass den Vereinen durch Corona über 2.000 Kinder und Jugendlich verloren gegangen seien, „deshalb sind solche Aktionen umso wichtiger, mit denen den Kids Obhut und Beschäftigung geboten werden“. Er dankte dem FuF und besonders Bernhard Bauer „für die auch große finanzielle Unterstützung des Verbandes schon seit vielen Jahren“.

In Kategorie 1 (Soziales Engagement) erhielt der SV Leonberg/Eltingen den ersten Preis (1.500 Euro und ein Trainingsabend mit dem Frauen-Bundesligisten TuS Metzingen). Ulf Stalmach und Christian Auer erläuterten die Idee des Einkaufsservices, der als „Initialzündung“ für zahlreiche weitere Vereinsaktionen in Baden-Württemberg diente. Der VfL Winterbach bot ebenfalls Einkaufen an, außerdem wurden Hunde Gassi geführt, eine Bügelhilfe oder Fahrten ins Krankenhaus organisiert sowie die Trinkgelder an die Lehenbachschule gespendet. Dafür gab es Platz zwei, 1.000 Euro und den Besuch eines Frauenbundesligaspiels bei der SG BBM Bietigheim. Den dritten Platz belegte der TV Möglingen für eine Postkartenaktion, 500 Euro und der Einsatz als Einlaufkinder beim Frauen-Bundesligisten Neckarsulmer Sport-Union waren der Lohn.

Kategorie 2 (Kinder und Jugendliche) brachte der JSG Göppingen den ersten Platz, 1.500 Euro und die Möglichkeit, als Einlaufkinder bei einem Heimspiel der Bietigheimer Männer (Zweite Bundesliga) dabei zu sein. Die JSG entwickelte zum Beispiel eine Lauf-App und bot eine Online-Trophy mit Übungen sowie eine Online-Challenge an. Für Spieleabende, Adventskalender oder eine Tanz-Challenge gewann die JSG Balingen-Weilstetten den zweiten Platz, 1.000 Euro und 14 Bälle des Männer-Bundesligisten TVB Stuttgart. Der TSV Deizisau holte den dritten Platz, unter anderem mit Online-Training, einem Quiz, dem X-mas-Spendenlauf und einer Osterrallye. „Und wir haben keine Kinder verloren“, betonte Jugendleiterin Katja Staiger stolz und freute sich über 500 Euro und den Besuch eines Bundesligaspiels der BBM-Frauen.

Schließlich gewannen F-Jugend und Minis der SG BBM Bietigheim den ersten Platz in Kategorie 3 (Kreative Ideen). Sie punkteten mit Wandern, einem virtuellen Lauf von Bietigheim nach Hamburg, einer Schwimm-Challenge in der Enz oder ihrem Adventskalender mit Rätseln. Dafür gab es 1.500 Euro und einen Auftritt als Einlaufkinder beim TVB Stuttgart. Der zweite Platz ging an die weibliche D-Jugend der SG Ulm-Wiblingen für Onlinespiele, Buchstabenraten und unzählige von den Eltern genähte Gesichtsmasken mit SG-Logo. 1.000 Euro und der Besuch eines Heimspiels der Bundesligafrauen von Frisch Auf Göppingen waren verdienter Lohn. Ein Maultaschen-Lieferservice brachte dem TSV Neckartenzlingen den dritten Platz. 1.300 „Herrgottsbscheißerla“ wurden selbst hergestellt und anstatt beim traditionellen Herbstfest als Gemeinschaftsaktion verkauft und angeliefert. Dafür gab es 500 Euro und einen „Auftrag“ als Einlaufkinder bei den Metzinger „TuSsies“.